EINFACH GESUND

Geführte Kräuterwanderungen und die
Heilkräuterkunde (Phytotherapie)

Was können Heilkräuter für Sie tun?

Vorwort:
Kräuterpädagogen sind Naturbotschafter. Wir vermitteln unseren Kunden den Umgang mit Pflanzen, Wildkräutern sowie deren ökologische Zusammenhänge. Wir geben eine Hilfe zur Selbsthilfe, bzw. eine Hilfestellung zur Erreichung einer körperlichen bzw. energetischen Ausgewogenheit. 

Was wir nicht tun:
Wir üben keine medizinischen Behandlungen aus, wir untersuchen keine psychischen und physischen Krankheiten, stellen keine Diagnosen und behandeln keine krankhaften Zustände. Dies obliegt allein Ihrem Arzt. 
 

MÖGLICHER EINSATZ VON HEILKRÄUTERN:

Es gibt Heilpflanzen für die Seele, Stimmungsaufheller, Kräuter bei Depressionen, Kräuter bei Bluthochdruck, Kräuter bei Atemerkrankungen, bei Grippe, pflanzliches Antibiotika, Frauen- und Männerkräuter, sowie Kräuter die kleine Verletzungen und Wunden schneller ausheilen lassen (u.v.m).
Zudem können Sie Kräuter für die eigene Herstellung von Kräuterölen, Essig, Badesalz. Shampoo und Waschmittel verwenden.
Ebenso lassen sich aus Kräutern zahlreiche Gerichte und Getränke zaubern, die ihren Geschmacksinn erweitern werden. 

Wir bieten allgemeine Kräuterwanderungen an, aber auch themenspezifische. Gerne kontaktieren Sie uns für Ihre individuellen Wünsche. Schauen Sie in unseren Jahreskalender, ob ein Thema für Sie dabei ist.

Beispielhaft bieten wir Kräuterwanderungen in den folgenden Kategorien an:

  • Allgemeine Kräuterwanderung (die Kräuterwanderungen sind den Jahreszeiten angepasst)
    und
  • Kräuterwanderungen mit den Schwerpunkten:
    - Herz-Kreislauf, Blutdruckregulation, Blutreinigung, (altersbedingte) Herzschwäche
    - Arthrose, Arthritis, Rheuma, Gicht und Diabetes
    - Hautpflege, Hautunreinheiten, Ausschläge, Juckreiz, Wundheilung, Akne, Ekzeme, Furunkeln
    - Hausapotheke: Durchfall, Rückenschmerzen, Erkältungskrankheiten (Schnupfen, Halsentzündung, Husten, Heiserkeit...), Bronchitis, Bakterielle Infektionen, Frühjahrsmüdigkeit, Mundschleimhautentzündung, Blasenentzündung, Insektenstiche
    - Darmflora, Magenbeschwerden, Stoffwechsel, Menopause, Menstruation, Entgiftung
    - Nervenkrankheiten, Stress, Depression, Nervosität, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Migräne, Erschöpfung, Schlaflosigkeit
    - Ätherische Öle, Teezubereitung, sinnesanregende Kräuter
     
     Wir beraten Sie gerne individuell, auch außerhalb der Kräuterwanderung.

 

DIE GESCHICHTE DER PHYTOTHERAPIE:

Der Anfang liegt in der Naturheilkunde. Wichtige Erkenntnisse lieferten vor allem Maria Treben und Hildegard von Bingen.
Bei der Pflanzenheilkunde handelte es sich also um eine der altertümlichsten Behandlungsmethoden.
In verschiedenen Kulturen ist die Pflanzenheilkunde die Basis der Medizinlehre. Sie ist auch das Zentrum der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). 

Die Babylonier hielten ihr Wissen zum ersten Mal schriftlich fest, auf über 4500 Jahre alten Lehmtafeln sind die Informationen noch heute erhalten. Diverse Infektionskrankheiten und Rheuma sind also seit Jahrtausenden bekannt. 

In den Jahren 372 bis 287 v. Chr. wirkte in Griechenland Theophrastos von Eresos. Er ist als "Vater der Botanik" bekannt und verfasste das erste Werk zu Kräutern und deren Wirkungsweise. Er setzte sich zudem mit den Säften und Substanzen der Pflanzen auseinander und gilt daher auch als Begründer der Pharmakologie. Mit der Verbreitung des Christentums ging viel Wissen verloren, lediglich in Klöstern wurde das Alte Wissen noch gepflegt. Die Geschichte dieser Einrichtungen nahm in Italien ihren Anfang, dort wurden die ersten Benidiktinerklöster gegründet. In den dort angelegten Klostergärten entstanden die Apotheken der geistlichen Einrichtungen. Viele Menschen die an einer Krankheit litten, suchten damals ein Kloster auf.
Menschen wie Hildegard von Bingen brachten das Wissen der Kräuterbehandlung zum ersten Mal unter das Volk. 

Im Spätmittelalter entwickelte sich aus dem gesammelten Wissen zur Anwendung der Kräuter ein eigener Lehrbereich in der Medizin. Die Versorgung der kranken Menschen wurde vom Kloster zu den weltlichen Ärzten verlagert. Im Jahr 1498 wurde schließlich das erste Arzneibuch veröffentlicht. Dies enthielt die Wirkung von Medikamenten und Kräutern und dokumentierte so einen gewissen Standart, in der Apotheker (aus Italien) dazu verpflichtet waren, sich an diese Vorgaben zu halten. Nach einigen Jahrzenten setzte sich das Wissen schließlich in ganz Europa durch. 

Vom Christentum wurde das Fachwissen in Bezug auf die Volksmedizin stets geahndet und die Hexenverfolgungen in Europa forderten etliche Todesopfer. 

Im 19. Jahrhundert wurde die Medizin und auch viele religiöse Einrichtungen verstaatlicht. Für viele Klöster bedeutete das den Untergang. Dadurch verlor die Kräuterheilkunde an Bedeutung. Grund hierfür war unter anderem, dass es Wissenschaftlern möglich war, die Wirkstoffe aus den Pflanzen zu isolieren. Das war gleichzeitig die Geburtsstunde der heute bekannten pharmazeutischen Industrie. Die chemischen Mittel ließen sich gezielter einsetzen als die Kräuter. Die Phytotherapie rückte damit immer mehr in den Hintergrund. 

Heute haben viele Menschen kein Vertrauen mehr in rein chemische Arzneimittel. Dies liegt zum einen an vielen Neben- und Wechselwirkungen und zum anderem enthalten chemische Arzneimittel keine Vitamine und Mikronährstoffe. In der Pflanze als Ganzes, ist nicht nur eine einzige Wirksubstanz enthalten, sondern gleich eine ganze Mischung an heilsamen Inhaltsstoffen. Zusätzlich tragen Kräuter zu einer ausgewogenen Ernährungsweise bei und gelten als gut verträglich. 

UNTERSCHIED HEILPFLANZE UND ARZNEIPLFANZE:

Heilpflanzen sind auch unter dem Namen Phytotherapie bekannt. Zu ihr zählen alle Kräuter, deren Inhaltsstoffe zur Vorbeugung und Linderung körperlicher Leiden beitragen. Die gesundheitsfördernde und heilende Wirkung lässt sich nicht immer wissenschaftlich beweisen. Daher kommen Kräuter und deren Inhaltsstoffe heute vor allen in der Naturheilkunde und der Homöopathie zur Anwendnung. 

Arzneipflanzen sind Arten von Pflanzen, die für die Herstellung von Medikamenten infrage kommen. Man nennt sie auch Phytopharmaka. Sie werden aus den Bestandteilen von Pflanzen gewonnen, also nicht synthetisch erzeugt. 
Sie sind damit gut verträglich, fast frei von Nebenwirkungen und für alle Altersgruppen anwendbar. 
Phytopharmaka sind jedoch keine homöopathischen Mittel!

Mehr als 20.000 Pflanzengattungen dienen international zur Erzeugung von Arneimitteln.

Wie gut Phytopharmaka wirken, hängt stark von der Beschaffenheit der verwendeten Pflanzenteile ab (Blüten, Wurzelstöcke, Blätter, Fruchtteile und Samen). 
Solche Medikamente sollten Sie nur für einen begrenzten Zeitraum und unter ärztlicher Aufsicht einnehmen. 

Ca. 50 % der Inhaltsstoffe von regulären Pharmazeutika wird aus Heilpflanzen hergestellt. In hunderten Arneimitteln sind die Auszüge und Konzentrate der Kräuter enthalten (z.B. Tollkirsche, Mohn, Rosskastanien, Eukalyptus, Eisenhut, Herbstzeitlosen...).
Man sollte bei der Anwendung von Heilkräutern also stets im Hinterkopf haben, dass sie auch gesundheitsschädliche oder gar tödliche Folgen haben können. Sammeln Sie daher niemals Pfanzen, die Sie nicht mit Sicherheit bestimmen können!